| Nils fährt zu "Hannover spielt!" |
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| Dienstag, den 17. März 2009 um 13:00 Uhr |
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Letztes Wochenende war es mal wieder soweit: Zum 16. Mal fand in Hannover der Rollenspiel- und Tabletop-Con "Hannover spielt!" statt. Als alter RSP-Freak musste ich da natürlich zumindest für einen Tag hinfahren um mal wieder mit wildfremden anderen RSP-Freaks die Waffen, äh, Würfel zu kreuzen. Aus dem reichhaltigen Programm des Cons hatte ich mir schon ein Highlight rausgesucht: Ich wollte unbedingt mal wieder eine Runde Cthulhu zocken, also hatte ich mir fest vorgenommen, früh auszustehen, um pünktlich in Hannover zu sein - und nicht wieder erst anzukommen, wenn alle Runden schon angefangen haben. Gesagt getan, Samstag mitten in der Nacht stehe ich auf. (Also, ich finde, halb acht an einem Wochenende ist wie mitten in der Nacht!) Von der Zugfahrt bekomme ich nicht viel mit, plötzlich bin ich in Hannover. Zur Bürgerschule finde ich es irgendwie (die Würfel kennen den Weg) und eine Viertelstunde vor Einlaß stehe ich zusammen mit einem Haufen anderer Rollenspieler und Tabletopper vor dem Eingang. Nach Ablauf der Frist öffnet der Con seine Pforten und ich bin drin.
Der Grund für dieses neue System war, dass die Orga verhindern wollte, dass es wie sonst zu einem Massenansturm auf die Rundenzettel kommt und einzelne Personen ganze Spielrunden gleich für ihre Kumpels blockieren. Der wahre Grund für dieses neue System war, dass die Händler es doof fanden, dass die Con-Besucher früher immer gleich über die erste Treppe nach oben gegangen sind und somit keiner an den Ständen vorbei kam. Na gut, sei's drum. Ich meldete mich erfolgreich für meine Wunsch-Cthulhu-Runde an und los ging's. Dieses Abenteuer, Suite 608, wurde von Frank Heller, dem Cthulhu-Chefredakteur des Pegasus Verlages, geleitet. Es wurde noch nicht veröffentlicht, und ich will natürlich nicht zu viel vom Plot verraten, aber wer ein kurzes und heftiges One-Shot für Cthulhu sucht, der ist hier richtig. Die Charaktere reisen ins Grand Hotel Arcadia, um auf Bitten des Hoteldirektors einigen merkwürdigen Geschehnissen nachzugehen. Kaum angekommen, werden sie mit Schwung in den Horror hineingezogen. Wir waren eine recht kleine Gruppe (vier Spieler), das ist meiner Meinung nach für Cthulhu gerade richtig. Auch für das Abenteuer war die Gruppengröße angemessen, da es einen schnellen Plot hat und nicht viel Gelegenheit bietet, dass sich die Gruppe zum Beispiel für Recherchen aufteilt. Fazit: Sehr gut!
Lenas Lesung/Workshop fanden im Keller der Bürgerschule statt. Dort ist es immerhin ruhig, aber leider ein wenig staubig und schmutzig. Naja, wir wollten uns ja nicht auf dem Boden wälzen (und, um die Überraschung vorweg zu nehmen, wir haben es auch nicht getan). Der historische Roman, aus dem sie vortrug, heißt "Das Mädchen und der schwarze Tod" und spielt im 15. Jahrhundert, zur Zeit der Pest in Lübeck. Die Geschichte dreht sich um ein Gemälde, den Totentanz, der zu dieser Zeit in Lübeck entstand. Insgesamt hat Lena eine gute Stunde mit der Lesung verbracht, und es war eine recht kurzweilige Stunde, denn die Erzählung war spannend und atmosphärisch und die Erläuterungen zu den Hintergründen des Romans waren auch sehr interessant. Leider kann ich das nicht vom nachfolgenden Workshop sagen. Das Thema sollte sein "wie konzipiere ich einen Roman", aber die Diskussion kam leider nicht weit darüber hinaus, dass eine Geschichte einen Anfang, ein Mittelteil und ein Ende haben sollte. Kurz angerissen wurden noch der Spannungsbogen eines Romans und das es ein übergreifendes Theme geben sollte. Insgesamt fand ich die abschweifenden Diskussionen etwas langweilig und hätte mir mehr handwerkliches gewünscht. Draußen in Hannover hatte inzwischen die Dämmerung eingesetzt. Es wurde Zeit für das jährliche Highlight der Hannover spielt! - das Ausklingen lassen des Tages im kleinen Pub um die Ecke, in dem ich mich immer wieder gerne mit meinen Freunden aus der Con-Szene zusammen setze. Und dann war es auch schon wieder soweit: Die Abfahrt des Zuges nahte, und so machte ich mich auf den Heimweg. Ein wenig erschlagen, mit viel zu vielen neuen Würfeln im Gepäck, aber glücklich und voller Vorfreude auf den nächsten Con.
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Dort die erste Überraschung: Die Ticketschalter (zwei nebeneinander gestellte Schreibtische), die sonst direkt im Türbereich platziert waren, stehen jetzt weiter drinnen, sogar noch hinter der Treppe in die oberen Stockwerke. Besagte Treppe war zudem gesperrt. Die Folge war, dass man als gemeiner Con-Besucher erst an den ganzen Händlern im Erdgeschoss vorbei musste, um die Treppe im hinteren Gebäudeteil benutzen zu können. Oben dasselbe: Durch den Flur, an den Händlern vorbei - und plötzlich stehe ich wieder in einer Warteschlange. Was? Durch den Nebel des frühmorgendlichen Nicht-ganz-wach-seins erkenne ich langsam das neue System für die Anmeldung zu den Spielrunden. Statt dass wie bisher irgendwo die Zettel aushängen und jeder nach Lust und Laune sich (und seine ganze mitgebrachte Clique) für eine Spielrunde eintragen kann, hingen in Hannover die Rundenzettel in besagtem gesperrten Treppenhaus. Eine halbe Stunde vor Beginn der Runden erhielt die Meute (wir) Einlaß, durfte sich einer nach dem anderen beim Aufpasser einen kleinen runden Aufkleber abholen und damit genau einen Slot auf einem Zettel belegen.
So, auf einmal war es auch schon drei Uhr nachmittags. Ich hatte im Laufe des Vormittags einen ehemaligen Mitspieler aus einer meiner heimatlichen Runden getroffen, der mittlerweile auswärts wohnt, und den habe ich mir geschnappt und zum Asia-Imbiss um die Ecke geschleppt. Lecker! Nach erfolgter Stärkung kam die Frage auf: Was nun? Ich blätterte durch das Programm und fand für den Nachmittag etwas leichte Kost: 